SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

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Für Mitglieder gesetzlicher Kostenträger bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

LEISTENSCHMERZ
weiterer Suchbegriff: chronischer Leistenschmerz

Ein Leistenschmerz wird manchmal auch als Ingu inalschmerz bezeichnet

Die Le iste bzw. Leistenbeuge befindet sich am Übergang vom Bauch bzw. Unterbauch zum Oberschenkel.

An der sensiblen (= die Empfindlichkeit, auch Schmerzempfindlichkeit betreffenden) Nervenversorgung der Leiste sind die Nerven N. ilioinguinalis, N. iliohypogastricus und N. genitofemoralis beteiligt.

Bei Irritationen (pseudoradikuläres Syndrom) und läsionsbedingten sensiblen Störungen (radikuläres Syndrom) kann ein Leistenschmerz auch in das Ausbreitungsgebiet eines beteiligten Nervs ausstrahlen.

Bei Schädigung des N. genitofemoralis (Spermatikusneuralgie) kommt es auch zu einem Ausfall des Kremasterreflexes (= Reflex des Hodensack s).

N. ilioinguinalis und N. iliohypogastricus versorgen motorisch (= die Muskeltätigkeit betreffend) gemeinsam die Bauchdeckenmuskulatur, weshalb sich eine motorische Einzelstörung neurologisch nur schwer nachweisen läßt.

Nicht selten tritt ein Leistenschmerz nach Neph rektomie (= operative Entfernung der Nieren) oder Hern iotomie (= Leis tenbruchoperation) (Postherniotomie-Syndrom) auf, seltener sind retroperitoneale Tumoren (= Geschwulste hinter dem Bauchfell) oder paranephritische Prozesse (= Erkrankungen um die Niere herum) ursächlich.

Differentialdiagnostisch
(= außer einem Leistenschmerz sonst noch in Frage kommende Erkrankungen) sind bei einem Leistenschmerz Wurzelreizsyndrome (Th11-L2) (= Krankheitszeichen bei gestörten Nervenwurzel n aus dem Rücken mark vom 2. Lenden - bis zum 11. Brust w irbel) in Erwägung zu ziehen.
An der Durchtrittstelle der Ner
ven durch die Bauchmuskulatur kann auch ein Kompressionssyndrom (= Krankheitszeichen bei mechanischer Einengung) bzw. Nervenkompressionssyndrom entstehen.

Auch eine Tendopathie (= Störung im Bereich der Sehnen und Sehne nansätze) der Hüftadduktoren (= Muskeln, die das Bein zur Mitte ziehen) kann einen In guinalschmerz verursachen, meist kombiniert mit einem Schmerz im Bereich des Schambein s.
Affektionen
(= Störungen/Erkrankungen) des Hüftgelenk s, z.B. eine Coxarthrose (= Hüftgelenksarthrose), können ebenfalls zu einem Leistenschmerz führen.
Ein stärkerer Leistenschmerz führt typischerweise zu einer vornübergebeugten Schonhaltung, Ruhigstellung des Oberschenkels in der Mittellinie mit Einwärtsdrehung des Fuß
es bringt ebenfalls Erleichterung.

Zur Therapie bei einem hartnäckigen Leistenschmerz (chronischer) und bei der Spermaticus-Neuralgie werden wiederholte Betäubungen mit lang wirkenden Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) (z.B. 10 ml Bupivacain 0,25%, auch mit Kortison) im mehr äußeren Bereich des Leistenbandes durchgeführt (Nervus genitofemoralis ca. 2-3 cm medial (= zur Körpermitte hin) der Spina iliaca anterior superior (= vorderer, oberer Darmbeinstachel) in Richtung auf den Nabel).

Bei eher paroxysmalen (= attackenförmigen) Schmerzsensationen kann medikamentös ein Versuch mit Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin in Kombination mit Baclofen unternommen werden.

Zeigt sich ein Leistenschmerz therapieresistent (= übliche Behandlungen bleiben erfolglos) und besteht dringende Behandlungsbedürftigkeit, vor allem wenn zusätzlich Hü fte und Unterlei b, evtl. auch innerer Oberschen kel und Hode n (bei Frauen Schaml ippen) betroffen sind, so kommt die kontinuierliche Plexus lumbalis-Blockade (= Betäubung des Nervengeflechts im oberen Lendenbereich) mit Katheter (*siehe unten) in Frage.

Bei Vorliegen eines Kompressionssyndrome s (= Krankheitszeichen bei mechanischer Einengung) kann evtl. eine örtliche Neurolyse (= Nervenfreilegung) durchgeführt werden. Zu einer perkutanen Rhizotomie (= Blockierung der hinteren Wurzel des Rückenmarks mittels Spiegelung) wird man sich bei einem Leistenschmerz nur selten entschließen.

Im Rahmen einer stationären Behandlung können bei einem Ingu inalschmerz (chronischer) Nervenblockaden und Heilgymnastik optimal aufeinander abgestimmt werden.

*   Kontinuierliche Plexus lumbalis-Blockade mittels Nervus femoralis-Katheter:

Bei dieser Methode suchen wir von der Vorderseite des Oberschenkels her, handbreit unterhalb des Leistenbandes mit einer Kanüle in der Tiefe den Oberschenkelnerv (N. femoralis) auf und legen in die Nervenscheide (Gewebsumhüllung des Ner
ven) einen dünnen Kunststoffschlauch (Katheter) ein. In den nächsten 2-3 Wochen (der Katheter wird danach wieder entfernt) spritzen wir dann mehrmals täglich eine verdünnte örtliche Betäubungsmittellösung ein.
Wenn man jeweils ca. 25-35 ml injiziert und während des Einspritzens den Oberschen
kel abstaut, wird die Wirkstofflösung nach oben getrieben (innerhalb der Nervenscheide) und betäubt auch die oben aufgeführten Ner ven des Plexus lumbalis.
Das Lokalanästhetikum
(= örtliches Betäubungsmittel) wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Sch merzen, die auf eine verminderte Blutversorgung, auf entzündliche oder auch degenerative Prozesse zurückzuführen sind, hilfreich ist. Von der besseren Durchblutung profitiert insbes. auch ein gestörter Nervenzellstoffwechsel.

Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05)


Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der
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